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E-Rechnung leicht

Rechnung nach DIN 5008: Maße, Fenster und Aufbau

Von Martin Leue, Geschäftsführer der IDO GmbH Aktualisiert am

Illustration: Rechnung nach DIN 5008: Maße, Fenster und Aufbau

DIN 5008 legt fest, wie ein Geschäftsbrief aufgebaut ist: wie hoch der Briefkopf ist, wo das Anschriftfeld sitzt und wo gefaltet wird. Für Rechnungen ist die Norm keine Pflicht. Sie sorgt aber dafür, dass die Anschrift im Fenster des Umschlags erscheint und Ihre Rechnung so aufgebaut ist, wie Ihre Kunden es von Geschäftspost kennen. Hier finden Sie die wichtigsten Maße für Form A und Form B und die Schreibweisen für Datum, Beträge und Bankverbindung.

Was DIN 5008 regelt und was nicht

Der volle Titel lautet „Schreib- und Gestaltungsregeln für die Text- und Informationsverarbeitung“, aktuell gilt die Ausgabe DIN 5008:2020-03. Die Norm beschreibt Schreibweisen vom Datum bis zur Telefonnummer und den Aufbau von Geschäftsbriefen. Die Maße des Briefblatts standen früher in einer eigenen Norm, DIN 676, und gehören seit 2011 zu DIN 5008. Den Normtext gibt es kostenpflichtig bei DIN Media; die Maße in diesem Beitrag sind die, nach denen Briefbogen und Fensterumschläge in der Praxis gebaut werden.

Eine Norm ist eine Empfehlung, kein Gesetz. Eine Rechnung bleibt gültig, wenn ihr Briefkopf 40 statt 45 Millimeter hoch ist. Welche Angaben auf der Rechnung stehen müssen, regelt das Umsatzsteuergesetz; eine Übersicht finden Sie im Beitrag Pflichtangaben nach § 14 UStG. DIN 5008 kümmert sich um die Form: Die Anschrift erscheint im Fenster, gefaltet wird an der richtigen Stelle, und beim Lochen geht kein Text verloren.

Form A und Form B: zwei Briefköpfe

DIN 5008 kennt zwei Formen des Briefblatts. Sie unterscheiden sich in der Höhe des Briefkopfs: 27 mm bei Form A, 45 mm bei Form B. Anschriftfeld, Informationsblock und Falzmarken liegen bei Form A deshalb jeweils 18 mm höher. Unternehmen nutzen meist Form B, weil im höheren Briefkopf Platz für Logo und Firmennamen bleibt; Form A findet man eher bei Behörden.

Briefblatt A4 nach DIN 5008, Form B Briefkopf 45 mm hoch. Anschriftfeld 85 mal 45 mm, 20 mm vom linken und 45 mm vom oberen Rand, oben die Zusatz- und Vermerkzone mit 17,7 mm, darunter die Anschriftzone mit 27,3 mm. Informationsblock ab 125 mm vom linken und 50 mm vom oberen Rand. Falzmarken bei 105 und 210 mm, Lochmarke bei 148,5 mm. Rand links 25 mm, rechts 20 mm. Briefkopf 45 mm hoch, bei Form A 27 mm Logo Zusatz- und Vermerkzone 17,7 mm, bis 5 Zeilen Anschriftzone 27,3 mm, bis 6 Zeilen 85 × 45 mm Informationsblock ab 125 mm, 75 mm breit Nummer, Datum, Kunde Rechnung RE-2026-0187 25 mm 20 mm 20 mm 45 mm 105 mm Falzmarke 148,5 mm Lochmarke 210 mm Falzmarke
Briefblatt A4 nach DIN 5008, Form B. Alle Maße vom linken und oberen Blattrand.
ElementForm AForm B
Briefkopf, Höhe27 mm45 mm
Anschriftfeld, oberer Rand27 mm von oben45 mm von oben
Anschriftfeld, Lage und Größe20 mm vom linken Rand, 85 mm breit, 45 mm hoch
Informationsblock, oberer Rand32 mm von oben50 mm von oben
Informationsblock, Lageab 125 mm vom linken Rand, 75 mm breit
Erste Falzmarke87 mm von oben105 mm von oben
Zweite Falzmarke192 mm von oben210 mm von oben
Lochmarke148,5 mm von oben, die Mitte des Blatts
Rand links und rechts25 mm links, mindestens 20 mm rechts

Das Anschriftfeld: 85 × 45 mm für den Fensterumschlag

Am Anschriftfeld entscheidet sich, ob Ihre Rechnung ankommt. Es ist 85 mm breit und 45 mm hoch und beginnt 20 mm vom linken Blattrand; die Schrift steht 5 mm weiter innen und damit bündig mit dem übrigen Text bei 25 mm. Das Feld besteht aus zwei Zonen:

  • Oben die Zusatz- und Vermerkzone, 17,7 mm hoch, mit bis zu fünf Zeilen in mindestens 8 pt. Hier stehen die Rücksendeangabe, also Ihre eigene Anschrift in einer Zeile, und Vermerke wie „Einschreiben“. Beschrieben wird sie von unten nach oben.
  • Darunter die Anschriftzone, 27,3 mm hoch, mit bis zu sechs Zeilen für die Anschrift Ihres Kunden: Firma, Ansprechpartner, gegebenenfalls Abteilung, Straße und Hausnummer oder Postfach, Postleitzahl und Ort. Leerzeilen gehören nicht hinein.

Ein Fensterumschlag im Format DIN lang (DL) hat meist ein Fenster von 90 × 45 mm, das bei richtig gefaltetem Blatt über diesem Feld liegt. Steht die Anschrift zu hoch, zu tief oder zu weit rechts, verschwindet sie beim Falten teilweise hinter dem Umschlag. Mehr als sechs Zeilen passen nicht hinein; kürzen Sie dann lieber Abteilung oder Ansprechpartner.

Informationsblock, Betreff und Text

Rechts neben dem Anschriftfeld steht der Informationsblock, ab 125 mm vom linken Rand und 75 mm breit. Auf einer Rechnung ist er der richtige Platz für Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Leistungsdatum, Kundennummer und Ihren Ansprechpartner mit Telefon und E-Mail. Jede Angabe bekommt ein kurzes Leitwort, zum Beispiel „Kundennummer“.

Unter dem Anschriftfeld folgen der Betreff, bei einer Rechnung etwa „Rechnung RE-2026-0187“, und danach Einleitungssatz, Positionen, Summen und Zahlungsbedingungen. Das Wort „Betreff“ schreiben Sie nicht davor. Der Text hält links 25 mm und rechts mindestens 20 mm Abstand zum Blattrand. Der breitere linke Rand hat einen Grund: Die Rechnung lässt sich lochen und abheften, ohne dass Text verloren geht.

Falzmarken und Lochmarke

Falzmarken sind kurze Striche am linken Rand, an denen das Blatt für einen DIN-lang-Umschlag gefaltet wird. Bei Form B liegen sie bei 105 mm und 210 mm, bei Form A bei 87 mm und 192 mm von oben. Die Lochmarke bei 148,5 mm zeigt die Mitte des Blatts, an der Sie den Locher ansetzen. Für Rechnungen, die Sie selbst ausdrucken und von Hand falten, sind die Marken eine echte Hilfe. Verschicken Sie Ihre Rechnungen nur per E-Mail, können Sie sie weglassen.

Mehrseitige Rechnungen

Hat eine Rechnung mehrere Seiten, bekommt jede Folgeseite eine Seitenzahl, etwa „Seite 2 von 3“. Briefkopf und Anschriftfeld wiederholen sich dort nicht, der Text beginnt weiter oben. Bewährt hat sich, auf jeder Seite die Rechnungsnummer zu nennen und den Kopf der Positionstabelle zu wiederholen, damit sich jede Seite für sich lesen lässt. Die Summen sollten nicht über zwei Seiten verteilt stehen.

Schreibweisen: Datum, Beträge, Telefon und IBAN

DIN 5008 regelt auch, wie Zahlen geschrieben werden. Für eine Rechnung sind vor allem diese wichtig:

AngabeSchreibweiseBeispiel
Datum, numerischTag, Monat, Jahr mit Punkten oder international Jahr, Monat, Tag mit Bindestrichen13.10.2026 oder 2026-10-13
Datum im TextMonat ausgeschrieben13. Oktober 2026
BetragTausenderpunkt, Komma vor den Cent, Währung mit Leerzeichen dahinter1.475,60 €
TelefonnummerVorwahl und Rufnummer durch ein Leerzeichen getrennt, die Durchwahl mit Bindestrich0123 456789-12
Telefonnummer internationalPlus und Ländervorwahl, Ortsvorwahl ohne die Null+49 123 456789
IBANin VierergruppenDE12 3456 7890 1234 5678 90

Entscheiden Sie sich für eine Schreibweise und bleiben Sie dabei. Ein Datum mal als 13.10.2026 und mal als 2026-10-13 auf derselben Rechnung wirkt unaufgeräumt, auch wenn beides zulässig ist.

DIN 5008 und die E-Rechnung

Bei einer E-Rechnung zählen die Daten, nicht das Aussehen. Die XRechnung ist reines XML ohne Layout; beim ZUGFeRD-PDF ist das PDF die Ansicht für Menschen, und die Rechnungsdaten stecken als XML darin. DIN 5008 betrifft also nur das PDF, das Ihr Kunde liest oder ausdruckt; welches der beiden Formate wann passt, erklärt der Beitrag zum Unterschied zwischen XRechnung und ZUGFeRD. Verschicken Sie Rechnungen weiter auch per Post, etwa an Privatkunden, lohnt sich ein Layout nach DIN 5008 genauso wie bisher; was dabei für Handwerksbetriebe gilt, steht unter Rechnungen an Privatkunden im Handwerk. Und auch auf dem Bildschirm findet Ihr Kunde Rechnungsnummer und Betrag schneller, wenn sie dort stehen, wo er sie erwartet.

Rechnung nach DIN 5008 gestalten, ohne nachzumessen

Der Rechnungsdesigner von E-Rechnung leicht legt das Anschriftfeld auf Wunsch nach DIN 5008 an, wahlweise für Form A oder Form B. Die Vorlagen Handwerk, Elegant und Seitenleiste sind für Fensterumschläge gebaut, mit Informationsblock und Falzmarken; bei den übrigen stellen Sie den Fensterumschlag in den Eigenschaften der Seite ein. Dann zeigt die Ansicht „Umschlag“, was im Fenster eines DIN-lang-Umschlags zu sehen ist, und ragt die Anschrift hinaus, weist die Prüfung vor dem Veröffentlichen darauf hin. Falz- und Lochmarken schalten Sie mit einem Haken ein oder aus, und Text, der näher als 4 mm am Papierrand steht, meldet die Prüfung, bevor Ihr Drucker ihn abschneidet.

Ansicht „Umschlag“ im Rechnungsdesigner: Nur die Anschrift im Sichtfenster DIN lang, Form B, bleibt hell, darunter die Falzlinie
Die Ansicht „Umschlag“ zeigt, was durch das Fenster eines DIN-lang-Umschlags zu sehen ist.

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Quellen

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